einer Pfarre ist in der Regel einem Priester, dem Pfarrer bzw. Pfarrmoderator, anvertraut.

 

Bei der Leitung wird der Pfarrer vom Pfarrgemeinderat (PGR) unterstützt. Der Pfarrgemeinderat ist ein pastorales Gremium, das für das Leben und die Entwicklung der Pfarrgemeinde Verantwortung trägt. Ausgehend von der Situation der Menschen am Ort, dem sozialen und kulturellen Milieu arbeitet der Pfarrgemeinderat an der Entwicklung seiner Gemeinde, damit sie als Lebensraum des Evangeliums glaubwürdig ist.

 

Der Pfarrgemienderat wird alle fünf Jahre von den Mitgliedern der Pfarrgemeinde gewählt. Je nach Größe der Pfarre und der Ordnung der jeweiligen Diözese sind Mitgliederzahl und Aufgaben dieses Gremiums verschieden festgelegt. Die Einrichtung von Pfarrgemeinderäten geht auf einen Beschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) zurück. Das Dekret über das Apostolat der Laien regt die Einrichtung beratender Gremien in den Pfarrgemeinden an. In dieser Entwicklung zeigt sich auch der Wandel von der ausschließlich pastoral versorgten zur mitsorgenden Gemeinde.

 

Um seine Arbeit leisten zu können, bildet der Pfarrgemeinderat Ausschüsse - etwa zu den Themenbereichen Mission, Liturgie, Caritas und Medien. In diese Ausschüsse können auch Nichtpfarrgemeinderatsmitglieder berufen werden. Beratend wird der Pfarrgemeinderat bei allen Angelegenheiten tätig, die dem Pfarrer als beauftragtem Seelsorger und Leiter der Pfarrgemeinde übertragen sind. Beschließen kann er Maßnahmen, die den Dienst der Pfarrgemeinde für die Gesellschaft und die Welt betreffen: zum Beispiel Caritas, Medien, Dritte-Welt-Projekte, Politik und Kirchenasyl. In der Erzdiözese Wien ist der Pfarrgemeinderat außerdem für die Vermögensverwaltung zuständig und in diesem Bereich auch beschlussfähig.

 

 

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